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08. Apr 2010

Datenkraken und Softwaremonster

Wenn ich mir so überlege, wie vor ein paar Jahren in gewissen Kreisen (und auch im "Computer-Mainstream") über solche Firmen wie AOL oder Microsoft gemeckert und hergezogen wurde und heute viele Leute kaum noch eine andere Suchmaschine kennen als Google, dann wird mir ganz anders.

AOL war irgendwie ziemlich "seltsam", was Mail und Internet anging. Und fast ein Monopolist.
Microsoft hat Windows von sich gegeben, was viel Heiterkeit und Verzweiflung verbreitet hat. Außerdem hat der Konzern 'ne Menge Geld verdient, wenn auch teilweise mit unfreundlichen Mitteln. Und die Angestellten von Herrn Gates haben ebenfalls ein Monopol aufgebaut, welches aber in den letzten Jahren mehr und mehr zugunsten besserer(?) Alternativen bröckelt.

Aber wer, bitte schön, meckert denn heute mal an Google rum? Warum steht googeln als Synonym für "im Internet suchen"? Warum wird selbst in Kreisen, in denen die GPL fast als heilige Schrift gilt, Google häufig kritik- oder alternativlos benutzt?

Irgendwas hat Google anders gemacht als die anderen "bösen" Monopolisten. Ich geb's ja zu, auch ich benutze häufig diese Suchmaschine oder andere Dienste dieser Datenkrake, weil ich denke, dass dieser Konzern auch gute Qualität abliefert, jedenfalls so weit ich das sehe. Da hat manch anderer IT-Riese sicher staunend seine "blue screens" angeschaut...
Aber ich denke, wir Computernutzer sollten auch die Alternativen trotz der Allgegenwart von Google nicht aus den Augen verlieren, denn vor 12 Jahren war auch Google nur eine Alternative unter vielen und beileibe kein global agierender Konzern, sondern eine 2-Mann-Klitsche mit einem sehr guten Einfall!

zwei Kommentare

Facebook? Nein, Diaspora!

Facebook gehört für mich in die Kategorie “Undurchsichtig” und dürfte ein nicht weniger unangenehmes Monster als Google sein. Es ist inzwischen derartig vielfältig und so schwer, den Überblick zu behalten, dass viele Nutzer sich nicht wirklich bemüßigt fühlen, ihre Daten ein wenig unter Kontrolle zu halten. Wie auch, wenn Facebook selbst Verstöße gegen die Privatspäre begeht, die als einzelner Nutzer kaum oder gar nicht zu verhindern sind.
Ich bin zwar auch dort angemeldet, habe mir aber die Mühe gemacht, fast sämtliche Einstellungen auf “privat” zu setzen bzw. sicher zu gehen, dass nur die sogenannten “Freunde” Teile meiner Daten zu Gesicht bekommen können. Nur ganz wenig ist öffentlich.
Apropos “Freunde”: Was soll der Schwachsinn eigentlich, Leute als Freunde zu bezeichnen, die einem völlig unbekannt sind? Ganz schön leichtfertig…

Aber es gibt bald eine Alternative, die verspricht “besser”, d.h. ein wenig freundlicher zum Datenschutz zu sein, sei es, weil die Programme Open Source sind oder weil es dezentral funktioniert oder weil es schlicht übersichtlicher ist. Und trotz des Namens muss nicht erst konvertiert werden:

Diaspora


Facebook hat sich ja in den letzten Monaten nun wirklich als Konzern herausgestellt, dem man nicht allzu sehr vertrauen kann. Immer wieder Hickhack um das Sammeln von Daten ohne die “Opfer” darauf aufmerksam zu machen, Stichwort “Gefällt mir” Button. Transparenz scheint für Zuckerbergs Leute ein Fremdwort zu sein. Aber was soll’s, schließlich wollen die mit Ihren Daten ja auch Geld verdienen, und die werden doch nichts illegales tun, oder? Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;-)



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