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20. Okt 2011

Bemerkenswertes und Unwichtiges

Was mir in den letzten Wochen durch den Kopf ging

Zuerst mal - damit ich damit durch bin - etwas, was mich kolossal geärgert hat und zeigt, wie weit es mit der Trennung zwischen Kirche und Staat in diesem Land ist: Ein Führer einer Religionsgemeinschaft darf im Bundestag seine unseeligen Botschaften vor den gewählten Vertretern dieses Volkes ausbreiten.

Ich könnte kotzen. Wäre der alte Mann zurechnungsfähig und nicht der Chef dieser Organisation, sondern eines normalen Konzerns, säße er schon längst im Knast. Aber nein, dem Rentner wird erlaubt seinen religiösen Sermon über die Anwesenden zu ergießen, und im Anschluss wird auch noch geklatscht.
Dürfte Chamene'i das auch? Ich denke nicht, und wenn der im iranischen "Parlament" aufträte und ähnliches von sich gäbe, dann wäre der Aufschrei in der westlichen Welt groß.
Nun ja, wenigstens haben einige Mitglieder des Bundestages die Chuzpe gehabt, sich diesen Mist nicht anzuhören und sich der Religion zu verweigern. Respekt dafür.

Wichtiger - aber nicht weltbewegend - war da schon die Tötung des wahrscheinlich zu Unrecht zum Tode verurteilten Troy Davis. Aber gleichzeitig auch nur eine nichts verändernde Randerscheinung: Er war nicht der erste unschuldig Hingerichtete, und angesichts der Unterstützung für die Todesstrafe in den USA auch nicht der letzte. Laut Amnesty International wurden 23 Menschen erst nach der Hinrichtung begnadigt. Grausam, aber unumgänglich, wenn diese drakonische Strafe so leichtfertig verhängt wird wie in den USA (oder China oder Saudi Arabien oder oder oder...) Ich frage mich, was aus dem guten Vorsatz der "smoking gun" geworden ist: Die Todesstrafe sollte bekommen, wer in flagranti bei einem besonders abscheulichen Verbrechen von mehreren Zeugen erwischt wird, z.B. dieser Typ in Norwegen. Aber nur aufgrund von Indizien oder wegen Glaubensfragen jemanden staatlich sanktioniert zu töten ist pervers. Aber warum sollen wir uns über die Praxis in der Ferne aufregen? Weißrussland liegt doch viel näher! Und dazu noch in Europa. Wie dort abgeurteilt wird möchte ich nicht wirklich wissen.

Ach ja, da sind ja noch Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Frankreich. Und die Banken.Ich muss feststellen, dass ich schlicht den falschen Beruf habe. Wenn ich pleite gehe, dann muss ich mich 7 Jahre abstrampeln und stehe danach vor dem Nichts. Wenn die Bänker pleite gehen, dann wird dafür gesorgt, dass sie liquide bleiben und weiter ihren kapitalistischen Feldzug gehen können. Ackermann und Co. leben vom Geld der Steuerzahler. Heuschrecken und Ratten allerorts... Occupy!! Und dabei gleich mal Merkel und Co. aus dem Kanzleramt entsorgen...

Gut, nun zu den wichtigen Dingen: Unsere Große macht Führerschein und wird tatsächlich erwachsen, die zweite Große macht sich vehement auf den selben Weg und hat endlich - dank Mädchenmannschaft - Spaß und Erfolg im Fußball und der Lütte kam stolz wie Oskar von der Schulanmeldung zurück. Und ich habe wieder Arbeit. :-)

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