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10. März 2014

Die Kunst des Verpackens

...ist schwer zu beherrschen

Das Verpacken von Lieferungen und Gegenständen aller Art ist ein schwieriges Geschäft. Anforderungen an Stabilität und Eigenschaften der Verpackung sind eine Wissenschaft für sich und Gegenstand von Untersuchungen in Materialprüfüngsanstalten. Außerdem soll die Verpackung beim Kunden nicht für Ärgernis sorgen.
Trotzdem kann es nicht allzu herausfordernd sein die Verpackung so zu gestalten, dass sie auch einigermaßen ressourcenschonend ist. Mir kam da gerade ein schönes Beispiel zur Haustür herein.

Ein Freund von mir hatte eine Farbenbestellung von Kreidezeit bei mir abliefern lassen. Es war auch alles bestellte im Karton, aber teilweise angeditscht. Nicht schlimm, aber angesichts des enormen Materialeinsatzes bei der Verpackung scheint mir da was schief zu laufen: In dem Karton waren nämlich geschlagene 1,34kg Papier von der Rolle geknüllt. Die Kiste wog insgesamt 14kg, also macht der Papieranteil knapp 10% aus.

Ich finde, dass sich Kreidezeit mal ein paar Gedanken um ihre Verpackungsstrategie machen sollte. Ich empfehle da mal einen Blick auf ExpandOS. Das ist ein ziemlich geniales Verpackungsmaterial aus Pappe, dass

  1. viel Volumen ausfüllt
  2. sehr leicht ist
  3. sich ineinander verzahnt und so ein fast unbewegliches Polster um die verpackten Gegenstände bildet

Entdeckt habe ich das auf wired.com, eine recht nette Seite für Neugierige.

Das System ist sicherlich nichts für kleine Klitschen, die im Monate 100 oder 200 Pakete verschicken. Aber kreidezeit dürfte so groß sein, dass die Anschaffung und der Betrieb des Systems auf Dauer wirtschaftlicher sein könnte als Unmengen Papierrollen zu kaufen.

Zu den Kosten in der Firma kommt natürlich noch der Transport des überflüssigen Gewichts, deren Kosten und Nebenwirkungen gar nicht wirklich aufzurechnen sind (Diesel, Abnutzung, Umweltverschmutzung).

Klar ist, dass wirkliche Alternativen in diesem Bereich sehr dünn gesät sind. Wer auf Plastikmüll verzichten will und/oder muss, der ist auf Mais-Chips, Papier oder Holzwolle angewiesen. Aber vielleicht hat ExpandOS ja eine Chance.

Ich habe den Damen und Herren bei Kreidezeit mal einen Hinweis darauf hinterlassen, eine eventuelle Reaktion werde ich hier bei Einverständnis der Firma gerne veröffentlichen.

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