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14. Jan 2010

Webcam als Storchenkamera?

Angesichts der ziemlich gelangweilten sheeva liegt es nahe das Teil in der Nähe des Storchennestes zu installieren und eine kleine billige Webcam dran zu hängen. Sollte ja eigentlich ganz einfach sein, der von Martin Michelmayr gebackene kernel 2.6.30.2 enthält ja alles nötige für video4linux. Kamera dran gesteckt, dmesg zeigt auch alles nötige, es existiert auch ein /dev/video0, aber Bilder werden keine geliefert. Weder webcam-server, motion oder w3cam zeigen was.

Tja,  eine Logitech QuickCam Express ist halt etwas besonderes, nämlich besonders wenig unterstützt. Es gibt zwar Quellen für ein kernel-Modul, aber das muss halt erst mal kompiliert werden, und da lag der Hase ein paar Tage im Pfeffer:

m-a a-i qc-usb

wollte nicht, weil es keine entsprechenden linux-header für den Michelmayrschen kernel gibt, jedenfalls nicht in Debian Lenny oder in den Lenny-Backports. Die Lösung ist wohl sich ein wenig eingehender mit dem für meine Augen furchtbaren uBoot und dem Backen von kerneln dafür zu beschäftigen. Nach einigem durchsuchen von wie immer zumeist englischen Seiten (Warum zur Hölle gibt es eigentlich keine Deutschen, die auch mal ein HowTo in Deutsch schreiben?? Haben die Deutschen keine Probleme mit Computern??? "Isch 'abe übe'aubt ga' kein' Computer!") versprach computingplugs.com Abhilfe. Außerdem war ein thread auf sheevaplug.de ebenfalls sehr hilfreich, bei dem es darum ging, einen kernel ohne initrd zu starten. Die Lösung scheint einfach, wenn man sie kennt, aber verstehen tu ich sie nicht.

Naja, jedenfalls backt die sheeva gerade im Hintergrund ihren nächsten kernel, der auch starten wird. Das wird so ca. 30 bis 40 Min. dauern. Und dann darf m-a es noch einmal versuchen.

Ich werde mal versuchen für das Ganze eine Anleitung für sheevaplug.de zu schreiben.

vier Kommentare

Von wegen “…der auch starten wird.” Nix da, Marvells kirkwood-Plattform wird erst ab 2.6.29(?) unterstützt, und ich habe die 2.6.26er Kernelquellen benutzt. Also doch 2.6.30 nehmen, aber…

…zuerst bin ich mit Kamera doch noch ein Stück weiter gekommen. Normalerweise brauche ich für die QuickCam Express nämlich nicht extra was zu übersetzen, sondern das bereits enthaltene Modul gspca_STV06xx soll die Kamera unterstützen. Allerdings gibt es einen Bug, der genau meine Kamera ausschließt…

Tja, also doch qc-usb übersetzen, aber auch da gibt es einen Fehler, allerdings auch einen patch, der das kompilieren evtl. erlaubt.

Aber das wurde mir dann gestern zuviel. Solange ich Windows benutzt habe, war diese Kamera völlig ausreichend und lief anstandslos, und auch mit dem Kernel 2.6.26 funktioniert alles bestens, aber jetzt mit der sheeva, die eben mindestens 2.6.29 haben will geht da gar nix mehr. Also musste eine neue her, und das wird eine QuickCam Pro 4000. Die soll out-of-the-box laufen. Wär ja schön…

Und wo ich schon dabei war, gibt’s auch eine externe USB-Platte, denn ich will mir meine schöne Micro-SDHC-Karte nicht in der sheeva kaputtschreiben lassen. Aber das wird ein anderes Thema.


Sodele, die QuickCam Pro 4000 ist da und funktioniert ohne Mucken direkt aus dem Karton. Der Treiber pwc ist dafür zuständig, es lässt sich alles schön einstellen und das Bild ist mit 640×480 Pixeln auch groß genug.
Wenn denn der aktive USB-Hub für die sheeva da ist und Kamera und die externe Festplatte problemlos daran laufen, werde ich mich daran machen, ein vernünftiges Programm zu suchen, dass die Bilder entweder als stream oder als Einzelbilder im Web zur Verfügung stellt. Es gibt in Debian ja einige: motion, webcam, webcamd, camstream…

Wichtig scheint zu sein, zu wissen, was man will. Soll es tatsächlich die Übertragung eines Films sein? Dafür wird ja wohl die Upload-Bandbreite hier nur dann ausreichen, wenn nur ein oder zwei Leute sich das angucken können. Oder reicht es vielleicht auch, alle 10 oder 20 Sekunden ein Foto zu knipsen und das ins Netz zu stellen? Das wäre dann für viel mehr User ausgelegt.

Schaun mer mal…


Der Hub ist inzwischen da, Kamera und externe HD laufen problemlos damit an der sheeva. Soweit ich das überblicke ist jetzt alles gemacht, was ich wollte:
Kamera, FTP-Server, HTTP-Server für die Geschäfts- und Familienseiten, File-Server, Cache für Debians aptitude, Seti@home und das stündliche Erzeugen diverser Grafiken zur Wettervorhersage aus den Daten des besten Wetterdienstes, den ich kenne.
Das einzige, was ich jetzt noch wissen möchte ist, wieviel Strom die 4 Hardware-Teile zusammen verbraten. Nach den Herstellerangaben schätze ich mal so um die 12 Watt, also keine 20 EUR im Jahr. Das ist für das Ganze ein annehmbarer Preis, finde ich.

Also, die Störche können im April kommen


Die Leistungsaufnahme der sheeva mit allem, was läuft, beträgt 11 Watt. Sehr erfreulich



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